28.7.2020 | Hitze, Sturm, Gewitter und Hagel: Das Wetter präsentiert in dieser Woche eine ganze Palette an Auswüchsen. Doch zum Ende der Woche wartet eine Entschädigung. 
 
"Zurzeit strömt hier Luft aus dem tropischen Bereich", sagt Dirk Thiele, Wetterexperte von der Meteogroup. Und das merkt man – zumindest in großen Teilen Deutschlands. 
 
Im Norden, vor allem an den Küsten, pfeift der Wind, teilweise fegen sogar stürmische Böen über die Inseln von Nord- und Ostsee. Das Thermometer steigt dort nur schwerlich über die 20-Grad-Marke. Vereinzelt gibt es hier und im Westen Schauerfelder. Die Mitte und der Süden Deutschlands hingegen präsentieren sich freundlich. In der Lausitz, sowie in Ober- und Niederbayern steigt das Thermometer auf bis zu 32 Grad.
 
Allerdings formieren sich südlich der Donau Gewitter. "Und die können heftig werden. Es wird ordentlich blitzen und knallen und stark regnen. Auch Hagel ist drin", fasst Thiele zusammen. 
 
In Cuxhaven werden 20 Grad erwartet, 22 sind es in Rostock. In Köln ein Grad mehr. In Berlin steigt das Thermometer auf sommerliche 28 Grad, in München wird es heiß bei 31 Grad. 
 
Am Mittwoch bleibt es im Norden windig, diesmal vor allem entlang der Ostseeküste. Je südlicher der Blick wandert, desto sonniger wird der Tag. Erst im Voralpenraum stauen sich wieder dichtere Wolken. Dafür macht die Hitze eine kurze Verschnaufpause. In Hamburg etwa werden nur frische 18 Grad erwartet. "Schleswig im Norden erwartet den Tiefstwert des Tages – 16 Grad", sagt Thiele. In Potsdam steigt das Thermometer voraussichtlich auf 21 Grad, sommerlich wird es in Frankfurt am Main: 26 Grad. Einzig am Hochrhein ist Hitze am Mittwoch möglich.
 
"Am Donnerstag hat sich das Wetter dann beruhigt", sagt Thiele. Der Süden wird in einen sonnigen Himmel blicken, die Nordhälfte ebenfalls immer wieder Sonnenstrahlen abbekommen. Es bleibt überwiegend trocken. An der Küste steigen die Temperaturen leicht, auch wenn etwa Rügen mit 18 Grad noch einen recht frischen Tag erwischt. In Dresden und im Ruhrgebiet werden dafür schon wieder sommerliche 24 bis 25 Grad erwartet, in Nürnberg 28 Grad. Heiß wird es – wo sonst – im Breisgau: bis zu 32 Grad. 
 
"Der Freitag wird der schönste Tag der Woche", verspricht Thiele. Landesweit wird es überwiegend sonnig, nur vereinzelt warten Wolkenfelder. An der Küste wird fast überall die 20-Grad-Marke geknackt. Südlich des Mittellandkanals werden flächendeckend sommerliche Temperaturen über 25 Grad erwartet, etwa in Berlin mit 26 Grad. In der Region um Freiburg allerdings steigt das Thermometer auf bis zu 36 Grad. "Da muss ich ganz klar vor der Hitze warnen", sagt Thiele. Auch in Mannheim wird es heiß: 33 Grad. 
 
Der Samstag beginnt ebenso schön, allerdings bahnen sich von Westen her Tiefausläufer ihren Weg. Und somit sind auch wieder Schauer und Gewitter möglich. "Aber nicht so heftig wie am Dienstag", beruhigt der Wetterexperte. Die niedrigsten Temperaturen erwarten die Halligen: immerhin 23 sommerliche Grad Celsius. In Bremen werden 28 Grad erwartet, in Leipzig 29. Heiß wird es in Ulm, dem Breisgau, örtlich im Saarland und im Bereich von Rhein und Main: bis zu 35 Grad. 
 
Der Sonntag wird dann recht durchwachsen, Sonne und Wolken wechseln sich ab. In Mecklenburg-Vorpommern werden recht viele Sonnenstunden erwartet, Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen erwarten unstetes Wetter mit Schauern und Gewittern. "Da ist es dann ein bisschen labil", sagt Thiele. Wegen der Tiefausläufer werden auch die Temperaturen gemäßigter. Die Höchsttemperatur von 29 Grad wird in der Lausitz erwartet, Berlin kommt wie Frankfurt am Main noch auf 28 Grad. Hamburg erwarten 23 Grad und auf den Inseln der Nord- und Ostsee werden 20 bis 21 Grad erwartet.
 

"Unbeständig wird es wohl auch weitergehen. Es ist keine wirkliche Stabilisierung in Sicht", so Thiele. Aber: "Auch wenn wir das Regendefizit der vergangenen Jahre noch nicht aufholen konnten, wird die Natur sich freuen."